Achtung. Achtung. Achtung.
Wir sind umgezogen!

Januar 2021

Das Büro für besondere Maßnahmen ist ab sofort erreichbar auf mojour.de

Nach und nach werden alte Beiträge – ggf. aktualisiert und überarbeitet – dorthin umziehen. Bitte folgen ... :-)

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Montag, 17. März 2014

Bewerbung

Natürlich ruhe ich mich nicht aus auf dem Minijob im Anzeigen-Verlag, den ich nun schon seit fast einem halben Jahr tapfer aushalte. Wir erinnern uns? Der Stundenlohn liegt noch unter dem, was ich vor rund 30 Jahren als Studentin verdient habe.

Ungefähr 110 Euro verdiene ich da im Monat, die ich zusätzlich zum Arbeitslosengeld behalten darf. Eine nachhaltige Aufstockung ist nicht in Sicht. Weder, was meine Arbeitszeit – noch, was meinen Lohn angeht.

Begegnungen im Frühlingshimmel

Das reicht natürlich hinten und vorne nicht. Vor allem bietet es mir keinerlei Perspektive, jemals aus dem menschenverachtenden System Hartz IV herauszukommen. Qual und Folter!

Also bewerbe ich mich weiter. Stellen für kreative, sprachgewaltige Frauen über 50 sind dünn gesät. Erst recht hier im Südwesten. Wenn eine nicht Bäckereiverkäuferin ist, Putzfrau oder Altenpflegerin, dann ist da nicht viel zu machen.

Neulich wurde aber doch einmal ein „Lektor für Deutsch“ gesucht. Und zwar ab sofort! Ich bewarb mich flugs online, bringe alle geforderten Qualifikationen und sogar mehr als die.

Am vierten Tag nach meiner Bewerbung erhielt ich eine E-Mail. Man bat um Verständnis, dass die „sorgfältige Prüfung“ meiner Unterlagen bis zu sechs Wochen dauern könne.

Sechs Wochen? Ich dachte, die suchen jemand ab sofort?! Des Rätsels Lösung fand sich versteckt im nächsten Satz: Ich möge doch bitte einstweilen meine Gehaltsvorstellungen kundtun.

Meinen Marktwert? Ohne die Aufgaben im Detail zu kennen, die nötigen Qualifikationen, den zeitlichen Aufwand? Und dann auch noch per E-Mail, also quasi auf einer digitalen Postkarte? Dass die Kommunikation via Internet nicht sicher ist, wissen wir ja nicht erst seit Herrn Snowden ...

Interessant. Sie sind offensichtlich geizig und suchen nur den Billigsten. Im Klartext hatte die sehr geehrte Frau Recruitment also ungefähr Folgendes gemeint:

„So eine ältliche Mitarbeiterin wollten wir eigentlich nicht. Die kommt auf keinen Fall in die engere Wahl. Aber sie ist bestens ausgebildet und hat umfangreiche Erfahrungen. Also frag sie doch mal, was sie kostet. Vielleicht ist sie ja billig, dann können wir sie uns trotzdem einmal anschauen.“

Ich habe nicht vor, zum Dumpinglohn zu arbeiten und trotz einer festen Stelle womöglich weiterhin ergänzendes Arbeitslosengeld  beantragen zu müssen - so wie das bei meinen letzten Stellen im Medienkonzern und an der Hochschule der Fall war.

Für meine Antwort ließ ich mir drei Tage Zeit. So eine Gehaltsvorstellung ins Blaue, die bricht man schließlich nicht übers Knie.

Nach ausführlichem Nachdenken bedankte ich mich artig bei Frau Personalchefin für die Bewerbungseingangsbestätigung. Wenn man weiß, dass bei dieser Firma „sofort“ im Schnitt „mindestens sechs Wochen“ dauert, kann man leichter geduldig sein.

Meine Honorarvorstellung hingegen, die könne ich ohne die Kenntnis weiterer Details, welche vorzugsweise in einem persönlichen Gespräch zu klären seien, nicht konkret mitteilen.

Vor dem Absenden habe ich ganz unschuldig einen kleinen Tippfehler in meine Antwort eingebaut. Ich habe das Honorar quasi schon selbst gekürzt. Weiteres habe ich von der Firma nicht gehört. Die avisierten sechs Wochen sind allerdings noch nicht vergangen.

Warten wir's ab.

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Sonntag, 16. Dezember 2012

absagen einstecken II

besondere maßnahme no. XXV

wie ihr euch denken könnt, ist die lücke in meinem leben, die im oktober durch die kündigung meiner teilzeitstelle beim verlag entstanden ist, noch längst nicht wieder gefüllt.


daher halte ich augen und ohren offen, schau mich um, versuche neues, gehe auch mal unbekannte wege …. alles wie immer, eigentlich. wenigstens langweile ich mich nicht.

eine bezahlte arbeit (die mir die butter auf die richtige seite vom knäckebrot finanzieren täte) ist dabei zwar bisher noch nicht herausgekommen - aber immerhin neue erfahrungen, was die methoden und üblichkeiten auf dem aktuellen arbeitsmarkt so angeht.

letzte woche schrieb ich eine bewerbung auf eine mini-stellenanzeige im hiesigen kostenlosen lokal-anzeigenblatt: gesucht wurde eine mitarbeiterin für den empfang in einer beratungsstelle auf 400-EUR-basis, „erfahrungen im verwaltungs- und/oder sozialen bereich von vorteil“.

na bitte, das kann ich prima machen, dachte ich: war selbst jahrelang geschäftsführerin und vorstand in einem gemeinnützigen verein im gesundheitsbereich, kann alle office-anwendungen aus dem eff², telefonieren sowieso, je nach bedarf freundlich oder auch mal resolut dreinschaun und habe obendrauf auch noch erfahrungen mit der zu erwartenden klientel - sogar aus eigener erfahrung! es ging nämlich um sucht und drogen. zudem ist mir die leiterin der beratungsstelle persönlich bekannt.

also entwarf ich einen indivuellen bewerbungstext, abgeschickt per email mit aktuellem lebenslauf und dem letzten aussagekräftigen, sehr guten zeugnis im anhang.

und?!
ihr ahnt es schon?!
es kam eine absage, ebenfalls per email, innerhalb von 24 stunden.

den text des dreizeilers lässt man sich am besten gar nicht genüsslich auf der zunge zergehen, sondern spuckt ihn gleich angewidert wieder aus:
…. leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass ihre Angaben nicht völlig unseren Erwartungen entsprechen. Aus diesem Grunde können wir Ihre Bewerbung leider nicht ….

was fehlte denen denn, ich bin doch bestens qualifiziert?! ich war ziemlich wütend, holte zur beruhigung ungefähr sieben mal tief luft und habe dann die derzeitige empfangsdame angerufen. sie sei leider auch nur ausführende und mache, was man ihr aufgetragen habe, und die leitung sei sowieso erst im nächsten jahr wieder zu erreichen.

ahja.
ich bedankte mich artig für die information und riss mich schwer zusammen, nicht meinerseits die absage mit einer absage der anderen art zu beantworten:
leider leider! …. bin ich nicht fähig, Ihre mir unbekannten erwartungen ohne vorherige nähere angaben hellzusehen. ja, im grunde bin ich nicht einmal willens, in einem schlecht bezahlten aushilfsarbeitsverhältnis überhaupt irgend etwas hellzusehen! da Ihre schon im bewerbungsverfahren zutage getretenen überzogenen arbeitgeberseitigen erwartungen an u.a. hellseherische fähigkeiten einer neuen mitarbeiterin nach antritt einer stelle erfahrungsgemäß nicht auf ein erfüllbares maß gesenkt, sondern statt dessen aufrecht erhalten und häufig sogar in unverhältnismäßiger weise noch gesteigert zu werden pflegen, muss ich Ihnen leider mitteilen, dass ich mich veranlasst sehe, meine bewerbung zurückzuziehen. bei der weiteren mitarbeitersuche wünsche ich Ihnen viel erfolg ....

das nur mal zwischendurch als nette entspannungsphantasie zur psychologisch sinnvollen verarbeitung seltsam abwertender absageantworten auf ernst gemeinte bewerbungsschreiben, in denen man sich ja für gewöhnlich echt nackig macht.

dabei hatte ich denen noch gar nicht mitgeteilt, dass mein (langjährig postalkoholischer, in einer offiziellen untersuchung nachgewiesener) IQ nur sieben punkte unter dem (gemutmaßten) IQ von albert einstein liegt.



Donnerstag, 8. Dezember 2011

bärenstark

wunder no. 7

manchmal passieren die dinge im leben so schnell, dass mir schier schwindlig wird. gerade so, als ob ich in einem dieser wirbelnden karusselldinger sitze und nicht mehr raus kann, obwohl mir längst schlecht ist vor lauter aufregung.

manchmal muss es eben Lindt sein. [danke k!]

ich brauchte die kraft einer bärin, um auf den füßen zu bleiben. da steh ich nun – und habe eine unbefristete arbeitsstelle. seit anfang des monats. teilzeit. in einem der größten verlage des landes.

nach den ersten arbeitstagen kann ich sagen: das ist im grunde genau die stelle, nach der ich seit gut zehn jahren gesucht habe. sie finanziert meine basis. fast. nur noch ein bißchen mehr, damit es auch für die wohnung reicht – und dann ist der rest fröhliche kür.

plötzlich stehe ich wieder ganz anders in der welt. klar: ich werde meine freien kapriolen fortsetzen! die kolumnen, die kurse, das büro für besondere maßnahmen. aber zunächst setze ich prioritäten: auf diesem neuen arbeitsplatz will ich nicht nur die probezeit überstehen!

die bezahlung ist …. übertariflich. die tarife sind zwar nicht so dolle, aber egal. immerhin ist es mehr als an der hochschule im vergangenen jahr.

die sache hat einen kleinen haken, den ich respektvoll vernachlässige, weil sonst alles stimmt: der unbefristete vertrag läuft über eine zeitarbeit. mein einsatz auf der jetzigen stelle ist zunächst auf mehrere monate befristet – allerdings mit ausdrücklicher übernahmeoption.

es geht um formalien: die arbeit ist da, aber der zusätzliche arbeitsplatz von der geschäftsleitung noch nicht bewilligt. also springt zunächst das budget für aushilfen ein, bis anderweitig fakten geschaffen wurden.

für mich ist das eine riesige chance! ich kann mich noch einmal neu orientieren, darf vieles dazulernen. muss mich zunächst nicht festlegen. darf reinschnuppern und mich bewähren. ich fasse es noch gar nicht, so groß ist mein glück.

es war alles anders als beim letzten stellenantritt vor ziemlich genau zwei jahren: die erste reaktion auf meine online-bewerbung bei der personalvermittlung (vor gut vier wochen) kam diesmal schon am selben tag. keine vierundzwanzig stunden später saß ich bereits im vorstellungsgespräch. der personaler freundlich, wertschätzend. keinerlei fangfragen! ein profi.

man werde meine unterlagen weitergeben und mich dem auftraggeber als geeignete bewerberin empfehlen. dann dauerte es zwei geduldige wochen, bis die rückmeldung kam: der verlag wollte mich kennen lernen, ende november. yesss!

ich starb vor aufregung und machte mit der besten freundin eine modenschau, um ein geeignetes outfit festzulegen. nach fast sechs jahren in hartzIV ist von den feinen vorzeige-klamotten der rundfunkredakteurin von damals nicht mehr viel übrig. ausgaben für textile neuanschaffungen sind derzeit nicht vorgesehen. wir fanden einen kompromiss aus second hand, unkaputtbarem hess natur und italienischen schuhen.

neu für mich: für einen einzigen job zu zwei verschiedenen vorstellungsgesprächen zu gehen. meine aufregung war enorm, der gemessene blutdruck lag knapp unter 200. ich habe es ausgehalten.

aber auch das zweite gespräch verlief sehr angenehm: sachlich, freundlich, professionell. wertschätzend. gar kein personaler dabei. statt dessen der abteilungsleiter und der redaktionsleiter – also genau die menschen, mit denen ich nun im arbeitsalltag zu tun habe.

danach hatte ich zwar ein gutes gefühl, war aber total verunsichert. zu viele demütigungen habe ich erfahren in den vergangenen jahren, zu viele leere versprechungen gehört. zu stark die konkurrenz: oft hatten nur nuancen den ausschlag gegeben. immer hatte ich verloren. die bewerbungen habe ich schon längst nicht mehr gezählt.

diesmal habe ich gewonnen. der erlösende anruf kam gleich am tag darauf: arbeitsbeginn in wenigen tagen! das war vergangene woche. inzwischen stecke ich schon mitten in der einarbeitung.

nun bin ich wieder teil der erwerbstätigen bevölkerung. mein leben hat einen rahmen, in den ich mich einfügen kann. das wort 'freizeit' bekommt einen stellenwert, den es lange nicht hatte. welch ein genuss!

täglich gehe ich hinaus in die welt, erledige meine aufgaben in einem kleinen, kollegialen team. ich werde gesehen.

dass es das wieder gibt für mich, empfinde ich als großes wunder. ich hatte nicht mehr daran geglaubt. nun ist es einfach so. es geht mir sehr sehr gut damit.

nicht so gut geht es mir mit dem ergänzenden arbeitslosengeld 2, auf das ich zunächst noch angewiesen bin: 'eigentlich' sollte jetzt das jobcenter ein einsehen haben und mir die wohnung lassen. wo ich doch meinen lebensunterhalt zum größten teil endlich wieder selbst verdiene.

aber pustekuchen: erst gestern kam ein neuer bescheid, dass meine miete ab 01.01.2012 nur noch 'in angemessener höhe' anerkannt werden soll. dann reicht mein eigener verdienst nicht mehr zum leben: nach abzug der miete bleiben mir noch knappe 150 euro für lebensmittel, strom, telefon/internet, versicherungen etc.

ich bin also weiterhin mit überleben beschäftigt. trotz allem: mein motto für dieses jahr war gut gewählt: „erwarte nichts. lebe genügsam von überraschungen.“

es bewahrheitet sich nun, dass ich sogar darauf vertrauen kann. diese überraschung zum jahresende, der unbefristete vertrag, macht mich fast satt. ein paar bären sind noch übrig, für noch mehr kraft, die ich jetzt dringend brauchen werde.

ich habe einen bärenhunger!


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Mittwoch, 11. November 2009

besondere maßnahmen VII – gehe zurück auf los

.... und ziehe nicht monatlich deutsche euro 1000 ein!

mit gut 1500 euro brutto dotiert war die sekretärinnen-stelle, auf die ich mich kürzlich beworben habe. öffentlicher dienst, 85 % teilzeit. zunächst befristet auf viereinhalb monate. nach abzug aller steuern, abgaben und sozialversicherungen wären davon rund zwei drittel übrig geblieben. kaum mehr als mein arbeitslosengeld, aber immerhin.



um es vorweg zu nehmen: ich habe die stelle nicht gekriegt. einmal mehr heißt es also für mich: ätschbätsch! vergeblich bemüht, umsonst gehofft – alles bleibt wie es ist. es ist nicht einmal der hauch der idee einer ahnung von besserung meiner derzeitig prekären lage in sicht.

ich war eingeladen! diese unerhörte ehre ist mir in den jahren seit meinem vierzigsten geburtstag nur ganz ganz selten widerfahren. das letzte persönliche bewerbungsgespräch liegt mehr als vierzehn monate zurück.

damals hatte ich sogar eine mündliche zusage für eine der drei neu zu besetzenden stellen erhalten. wochen später lag dann doch wieder nur der ungeliebte große umschlag mit nichtssagender standardabsage im briefkasten. haha – reingefallen! auf mündliche absprachen kann man sich doch heutzutage nicht mehr verlassen, du dummerchen!

diesmal waren außer mir nur zwei andere kandidatInnen eingeladen. die derzeitige stelleninhaberin ist eine bekannte von mir. sie wird zum jahresende die stadt verlassen, hatte mir den tipp gegeben, mich zu bewerben und mich sogar ihren vorgesetzten empfohlen – da hatte ich mir realistische chancen ausgerechnet.

in den schönsten farben hatte ich mir ausgemalt, wie schön das sein könnte, nach all den jahren wieder finanziell unabhängig zu sein und nicht mehr zu diesem blöden hartz-amt zu müssen. wenn zwar auch weiterhin sparsam, so doch selbst über mein geld entscheiden zu können!

auch wenn ich dort kaum mehr verdient hätte als mein arbeitslosengeld: abzüglich der dann fälligen fahrtkosten, GEZgebühren und höherer krankenkassenzuzahlung hätte ich sogar einiges weniger gehabt als jetzt. aber egal! ich will arbeiten! für geld!

im gespräch fand ich mich gut: angemessen souverän, nicht zu dick aufgetragen, meine hochbegabung nicht raushängen lassen. immer gut blickkontakt gehalten, auch mal gelacht, bei fangfragen weder patzig geworden noch aufmüpfig.

tja. ich war wohl gut – aber nicht gut genug.

fairerweise kam die telefonische absage noch am selben tag. man habe lange diskutiert und die entscheidung sei sehr schwer, dann aber doch auf die mitbewerberin gefallen: weil die mehr 'vom fach' sei.

aha. mal wieder so eine typisch deutsche absage: wer einen schein hat mit stempel drauf gilt als 'vom fach'. jahrzehntelange erfolgreiche erfahrung ohne schein mit stempel gilt nicht als 'vom fach'.

am telefon habe ich mich noch sehr zusammengerissen. diese eiskalte personalerblondine wollte ich auf keinen fall merken lassen, wie sehr ihre absage mich in einen abgrund der hoffnungslosigkeit stürzte. ich blieb höflich, korrekt und freundlich, bedankte mich sogar für den schnellen bescheid und die persönlichen worte.

nachdem ich das telefon abgestellt hatte, ging gar nix mehr. meine perspektive war futsch, meine façon auch und ich habe den nachmittag, den abend und die nacht durchgeheult. bin mit tränen im gesicht wach geworden und habe mir den frühstückskaffee versalzen.

soll ja ganz gut sein, wenn man gleich weinen kann, weil es den ganzen psychostressdreck rausspült aus körper und seele. bloß ist in meinem leben schon seit langem immer so dermaßen viel psychostress, dass ich mich innerhalb der letzen jahre nicht an einzigen tag erinnern kann, an dem ich nicht zumindest eine zeitlang heulend in der ecke gesessen wäre. oft waren es eher zwei zeiten lang oder mehr.

so viel augenantifaltencrème kann ich gar nicht benutzen, um diese tränensäcke jemals wieder auszubügeln. hartz4 macht häßlich!

im lauf des vormittags spürte ich, wie meine verzweifelte enttäuschung sich allmählich in wut verwandelte. wie konnten die sich das nur entgehen lassen?! diese einmalige chance?! mich hochqualifiziertes goldschatzstück zu einem solchen dumpinglohn?! pah! selber schuld!!

jetzt, aus etwa dreißig stunden abstand betrachtet, war dieses bewerbungsgespräch eines der fiesesten, die ich jemals erlebt habe.

habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich mich auf ein hochschul-sekretariat mit publikumsverkehr beworben habe? dass in der 'prüfungskommission' zwei lehrstuhlinhaberinnen, die personalerchefin und eine personalrätin saßen?

die vier haben es nicht einmal gemeinsam geschafft, mir auch nur ansatzweise mitzuteilen, welche aufgaben ich dort eigentlich zu erfüllen gehabt hätte. es gab nicht eine einzige frage, in der eindeutig nach für die zu besetzende stelle notwendigen qualifikationen gefragt wurde.

statt dessen spielten sie mit mir spekulatives stehgreiftheater:

„stellen Sie sich vor, Sie kommen an ihrem ersten arbeitstag hierher und niemand ist da. die ganze hoschschule ist leer. wie kommen Sie an die informationen, die Sie brauchen, um Ihre arbeit zu erledigen?“ wie bereits gesagt, man hatte mir weder mitgeteilt, was denn meine arbeit eigentlich sei – noch wie die aufgaben unter den insgesamt drei fakultätssekretärinnen aufgeteilt sind.

ich sagte nicht, dass ich wohl kaum ins gebäude reingekommen wäre, wenn nicht einmal der hausmeister da wäre. ich habe auch nicht gesagt, dass ich mich dann erst mal hinsetze und in meinem eigenen kalender nachschaue, ob ich mich vielleicht im datum geirrt haben könnte und aus versehen an einem sonntag gekommen bin. erst recht nicht habe ich gesagt, dass ich mir dann erst mal nen kaffee kochen, ne halbe stunde warte, ob noch jemand kommt und – wenn das nicht der fall sei, stinkesauer wieder heimgehen würde. unausgesprochen blieb auch, dass ich es für ausgesprochen unkollegial hielte, mich an meinem ersten arbeitstag ohne einarbeitung so dermaßen auflaufen zu lassen. für mich wäre das ein kündigungsgrund.

„was tun Sie, wenn einer der professoren Sie unangemessen laut und ungerecht vor anderen herunterputzt und niederbrüllt?“ - „wie gehen Sie damit um, wenn eine professorin merkt, dass Sie gerne texten und Ihnen immer öfter solche aufgaben überlässt? zusätzlich?“ - „was machen Sie, wenn dann auch die kollegin merkt, dass Sie das gut machen und neidisch wird, weil Sie bei den professoren so gut dastehen?“

solcherlei fragen ließen mich vermuten, dass es sich bei der ganzen abteilung in der tat um einen ziemlich unkollegialen haufen durchsetzungsunfähiger profilneurotiker und pädagogisch wertloser choleriker handelt. insgesamt hatte ich den eindruck, dass hier nicht eine sekretärin gesucht wurde, sondern eine konfliktmanagerin und mediatorin, die den kommunikationsstau gegen größte widerstände wieder in fluss bringen soll.

„.... und wenn die kollegin Ihnen dann auch noch textaufgaben zuschustert, weil Sie weiß, dass Sie das gut können und sie selbst macht es nicht so gerne?“ - „.... und wenn Sie so viel texten, was ja keine klassische sekretariatsaufgabe wäre – würden Sie dann nicht mehr geld haben wollen?!“ - ja wie jetzt?! ziehen die mir geld ab, wenn ich mal zwei stunden mit niederqualifiziertem fotokopieren zubringen muss?!

„.... es wird niemand mehr da sein, der Sie einarbeiten kann, wenn Sie im januar hier anfangen. wären Sie bereit, im monat vorher 'sich einzubringen' (ohne bezahlung versteht sich!) und sich das wichtigste zeigen zu lassen?“

ja. gegen jede überzeugung, dass einarbeitung zur arbeitszeit gehört: ich wäre dazu bereit gewesen, als diese frage im bewerbungsgespräch gestellt wurde. ich wollte die stelle. ich wollte arbeiten.

aber jetzt, nachdem ich mich noch einmal gut sortiert und alles revue habe passieren lassen, bin ich geradezu dankbar, dass ich diesen job in einer so staubig unkollegialen atmosphäre nicht werde machen müssen. das riecht doch geradezu nach kompetenzrangelei, respektloser unachtsamkeit, diffuser überforderung und mobbing schon im ansatz. typischer frauenjob eben. mit typisch niedrigem frauenlohn obendrein.

bei allem inneren aufruhr, übrigens, war ich nicht eine sekunde damit beschäftigt, darüber nachzudenken, ob ich diese blöde katastrophe in einer badewanne voll schampus ersäufen soll und mich gleich mit.

ich stelle also fest, dass ich über eine ganz erstaunliche resilienz verfüge. das macht mich nicht reich – aber stark. und es bereichert mein leben!


postscriptum am 17. dezember 2009:
die geschichte hat eine fortsetzung


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Mittwoch, 30. September 2009

besondere maßnahmen II – absagen einstecken



ende september: ein heiterer, sonniger tag – und dann die schmach im briefkasten! der gefürchtete große umschlag vom potentiellen arbeitgeber meines vertrauens. mit all meinen unterlagen drin und einem kurzen anschreiben: „.... müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass wir das aufgabengebiet an eine mitbewerberin vergeben werden ....“

dieser satz an sich ist schon etwas seltsam und ich grüble lange nach über die darin verborgene bedeutung. man wird also das aufgabengebiet erst später vergeben. wieso kriege ich dann jetzt schon eine absage? ist es nun entschieden oder nicht? ist es eine rücksendung meiner bewerbung vorab mit der botschaft „wir nehmen lieber irgendeine andere, aber Sie auf gar keinen fall?“ oder ist es ungeschicktes verwaltungsdeutsch und sagt das übliche „wir haben uns für eine mitbewerberin entschieden, aber die tinte unter dem vertrag ist noch nicht ganz trocken"?

fünf wochen haben sie sich dafür zeit gelassen, und ich hatte schon längst befürchtet, dass es – wieder einmal – eine absage wird. meine erfahrung sagt, dass einladungen zum vorstellungsgespräch immer ganz schnell kommen, meistens postwendend. entweder sie wollen eine oder sie wollen eine nicht.

diesmal wollten sie mich – mal wieder – nicht, und ich frage mich natürlich – mal wieder -, ob es an mir liegt? was habe ich diesmal falsch gemacht? zuviel geschrieben? zu wenig? das falsche? das falsche bild ausgewählt für die beworbene stelle? zu bunt? zu schwarzweiß? bin ich zu alt? nicht flexibel genug? zu progressiv? nicht kreativ genug? zu kinderlos? zu unverheiratet?

einzig 'zu sehr frau' war ich dieses mal nicht, denn man verweist explizit auf eine bevorzugte mitbewerberin. das beruhigt mich fast ein bißchen.

ich gebe mir große mühe, auch diese absage nicht allzu persönlich zu nehmen. schließlich war sie mehrfach gegengelesen und immer nur gelobt worden. freundInnen und bekannte reagieren jetzt solidarisch mit mir: „die wissen ja gar nicht, was ihnen entgeht, wenn sie dich nicht einstellen“; „diese dummköpfe!“; „das ist wirklich nicht zu fassen bei der enormen bandbreite deiner fähigkeiten und qualifikationen.“

nun ja. das tröstet ein bißchen, aber es macht die situation nicht besser. fakt ist, dass ich wieder einmal vergeblich mir viel arbeit und mühe gemacht habe, vergeblich viel zeit und mühen auch anderer menschen beansprucht habe, vergeblich gehofft habe, dem apparat hartz4 doch noch ein schnippchen zu schlagen und diese entwürdigende situation der amtsabhängigkeit endlich beenden zu können.

die demütigende perspektivlosigkeit macht mir die größten seelischen schwierigkeiten. ich lebe in einer prekären mischung von aggression und depression. zähneknirschender hass und verheulte verzweiflung wechseln sich ab. früher war ich mal ein neugieriges, humorvolles, zuversichtliches wesen. ich habe gern gelacht und hatte vor kaum etwas angst. heutzutage ist in meinem synaptischen spalt für positives kaum noch platz, so sehr haben sich die negativen gefühle dort eingegraben.

es tröstet mich auch nicht, dass es millionen anderen menschen in diesem land ähnlich geht. das macht es eher schlimmer: welch eine verschwendung von menschlichem potential, von herzens- und geistesbildung, wenn man uns alle nicht unseren fähigkeiten entsprechend arbeiten lässt! oh große wut!

statt dessen erleben millionen gut ausgebildeter menschen eine nie dagewesene ausgrenzung als 'schwer vermittelbare langzeitarbeitslose', die angeblich gar nicht arbeiten wollen und frühestens um elf uhr aus den federn kommen. das macht mich traurig und wütend und zugleich hilflos und es macht mir angst. es untergräbt meinen selbstwert. ich bin nicht stark genug, all diese vorurteile einfach an mir abperlen zu lassen. aber ich arbeite daran. das kostet unser gesundheitssystem viele teure therapiestunden.

nun habe ich schon von mehreren ärztInnen und therapeutInnen gehört, dass sie immer mehr damit beschäftigt sind, die gesundheitlichen folgen – körperlich und seelisch – von arbeitslosigkeit und hartz4 aufzufangen. auch die sind wütend. eine sagte sogar, dass sie sich vom staat instrumentalisiert fühle. denn statt mit den klientInnen an deren seelischer entwicklung arbeiten und sie damit zur unabhängigkeit führen zu können, müsse sie mittlerweile den hauptteil ihrer stunden darauf verwenden, die durch arbeitslosigkeit und amtsschikanen geschlagenen depressionswunden mit therapeutischen pflastern zu verarzten.

auch hier wieder: welch eine verschwendung von menschlichem und seelisch-geistigem potential!

manchmal, dann kriege ich ganz böse paranoide gedanken, weil ich den eindruck habe, dass die regierung die arbeitende bevölkerung ausrotten möchte, nur damit die reichen immer noch reicher werden können.

unter den nazis wurden missliebige bevölkerungsgruppen ausgegrenzt und sogar ermordet. heutzutage werden menschen ausgegrenzt, indem man ihnen erst die arbeit wegnimmt, ihnen dann keine neue mehr gibt und obendrein noch so tut, als seien die arbeitslos gemachten menschen selbst schuld daran, weil sie angeblich gar nicht arbeiten wollten und deswegen habe man alles recht der welt, diese angeblich arbeitsscheuen opfer von kapitalismus und profitgier auch noch zu demütigen und zu schikanieren.

früher wie heute gab und gibt es für solcherlei unmenschliche misshandlung gesetze, es war und ist alles rechtmäßig, angeblich. es läuft nur viel subtiler heute. aber die ausgrenzung funktioniert perfekt.

an dieser stelle muss ich meinen negativen gedankengang ganz dringend unterbrechen und eine kleine entspannungsphantasie einlegen:

ich könnte zum beispiel ins benachbarte, befreundete ausland umziehen. das sind nicht mal 25 kilometer von hier. wenn ich den angaben auf der webseite der französischen botschaft glauben darf, dann beträgt die grundsicherung in frankreich glatte 100 euro mehr als bei uns, also 454 euro, und vom dazuverdienst darf jedeR 62 prozent behalten und nicht bloß 15 prozent wie bei uns. das klingt schon mal sehr viel menschlicher!

zudem gilt in frankreich ein gesetzlicher mindestlohn von 8,82 euro bei 35 stunden wochenarbeitszeit. davon kann eine in einig brd nur träumen! bei uns sind löhne unter sechs euro keine seltenheit. sind denn die menschen in deutschland so viel weniger wert? wer kann davon existieren, ohne zusätzlich ergänzendes hartz4 zu beantragen? das aber bedeutet doch im klartext, dass solcherlei sittenwidrige ausbeutung durch unternehmer auch noch staatlich subventioniert wird. und das bedeutet wiederum, dass die wahren schmarotzer in diesem land diejenigen unternehmer sind, die sich darauf verlassen, dass der staat ihre ausbeutung durch die aufstockung von niedriglöhnen auf das existenzminimum unterstützt. auf kosten aller steuerzahlerInnen. und zu denen gehöre ich ja auch. trotz allem!

och menno. schon wieder bin ich in der negativdenke ein stück tiefer gerutscht.

bevor ich hier vor lauter wut noch weitere schwurbelsätze konstruiere, packe ich jetzt meine bewerbungsabsage weg, gehe eine runde spazieren im weinberg und träume von frankreich. die vogesen da drüben habe ich ja ständig vor augen. sonst halte ich's nicht durch bis zur nächsten therapiestunde in zwei wochen.


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Mittwoch, 16. September 2009

besondere maßnahmen I: bewerbung schreiben


wer keine arbeit hat und welche sucht, oder wer arbeit hat aber nicht genug verdient und zeit übrig hat, um noch mehr zu arbeiten – dem bleibt es nicht erspart: man muss eine bewerbung schreiben. mindestens eine.

eine bewerbung ist eine art werbespot. bloß will man kein produkt verkaufen, sondern einen menschen: sich selbst. die wikipedia definiert es so:

„Eine Bewerbung ist ein Leistungsangebot, mit dem der Bewerber den Adressaten davon überzeugen will, dass er sich für eine bestimmte Aufgabe eignet.“

das klingt doch ganz schlicht und einfach. aber: jedeR macht es schlicht und einfach anders! und jedeR arbeitgeberIn hat schlicht und einfach eigene vorstellungen, die im vorfeld nicht bekannt gegeben werden.

wie man sich mit größtmöglicher erfolgsaussicht bewirbt, wissen bewerbungsbücher und volkshochschulkurse und beratungsfirmen und …. die große suchmaschine mit dem doppel-O: das stichwort 'bewerbung' brachte mir innerhalb von nur 0,37 sekunden zehnmillionenunddreihunderttausend treffer.

bevor ich die alle abgearbeitet und ausgewertet hätte, wäre es wahrscheinlich zeit für den ersten rentenantrag.

aber so lange warte ich nicht. ich schreibe die bewerbung sofort (und das tue ich ziemlich oft):

in deutschland gibt es eine eigene bewerbungskultur. man darf nicht ganz die wahrheit schreiben – wie in einem richtigen werbespot eben auch: da werden vorzüge angepriesen, aber menschliche lebenswahrheiten und andere missgeschicke fallen unter den tisch. wenn das 'schein-bare' selbstbild der personalabteilung gefällt, werden am ende 'bare scheine' daraus: der begehrte arbeitsvertrag.

bevor es aber soweit kommt, gilt es, eine ganze reihe von tabus einzuhalten:

wer zum beispiel eine weile arbeitslos war, muss das auf jeden fall vertuschen. es gehört sich nicht, vom staat ernährt worden zu sein. nicht einmal dann, wenn man ohne eigenes verschulden die frühere arbeit verloren hat. es gilt als ungehörig, obwohl es mittlerweile kaum noch einen menschen gibt in deutschland, der nicht zumindest eine kurze zeit seines lebens ohne offiziell anerkannte und angemessen honorierte beschäftigung war.

kinder? scheidung? krankheit? andere bewältigte krisen? bloß nicht! dabei wären doch gerade die souverän gemeisterten unwägbarkeiten des alltags oder eine in würde durchlebte zeit der arbeitslosigkeit ein guter beweis für belastbarkeit und funktionierendes krisenmanagement. menschlich eben. aber das zählt nicht.

das tut weh, nicht die sein zu dürfen, die ich bin. obwohl erwerbslosigkeit in diesem staat seit jahrzehnten für millionen von menschen zum alltag gehört, darf sie immer nur 'den anderen' passieren. daher muss ich in der bewerbung so tun, als ob ich kein mensch sei, sondern eine maschine mit immer gleichem – natürlich unglaublich hohem – kreativem output in immer gleicher bestqualität.

außerdem gehört in deutschland – völlig unzeitgemäß – immer noch ein foto zum bewerbungsstandard. trotz aller antidiskriminierungsgesetze und aller beteuerungen von 'gleiche chancen für alle'. in anderen ländern sind bilder längst verboten. im standardisierten lebenslauf der EU sind übrigens auch keine mehr vorgesehen. weil man weiß, dass schöne menschen die schöneren jobs kriegen und das schönere gehalt. unabhängig von der qualifikation.

ich spiele das spiel mit, weil ich keine andere wahl habe. meine bewerbung ist von vorne bis hinten durchkomponiert, mehrfach gecoacht und von verschiedensten fachleuten für sehr gut und tadellos befunden, wird immer wieder aktualisiert und auf den jeweiligen potentiellen arbeitgeber neu zugeschnitten. als ob ich mein leben im nachhinein noch ändern könnte! aber ich tu's. in meinem bewerbe-spot bin ich ein zielgruppenorientiertes chamäleon.

leider bislang erfolglos. seit mehr als acht jahren versuche ich, zumindest eine halbtagsstelle zu ergattern, die mir die basics in meinem leben finanziell absichern würde: miete, heizung, strom, internet und versicherungen. mehr will ich ja gar nicht. den rest dingel' ich schon irgendwie.

all die absagen untergraben mein selbstwertgefühl. ich bin nur noch ein schatten meiner selbst. kein vergleich mehr mit der brillianten, zuversichtlichen frau von vor ein paar jahren, als ich noch ausreichend bezahlte arbeit hatte. das wirkt sich auf alle lebensbereiche aus.

mit kognitiver disziplin versuche ich immer wieder, mich davon zu überzeugen, dass es nicht an mir liegt, wenn mal wieder der große umschlag mit absage im briefkasten liegt: wenn ich bei nachfrage herausfinde, dass es für eine halbtagsstelle fast dreihundert bewerberInnen gab – es ist wirklich eine lotterie.

ich bin eine frau, ich bin über 40, hochbegabt und gut ausgebildet.

gerade warte ich mal wieder. die beste bewerbung hatte ich abgeschickt auf eine stelle, für die ich zu hundert prozent qualifiziert bin. das ist mehr als drei wochen her. das warten macht mürbe. die stimmung ändert sich. von anfangs zuversichtlich und hoffnungsfroh hin zu schmutztümpel-depressiv: mit jedem tag sinkt die chance auf eine persönliche einladung, steigt die wahrscheinlichkeit des wieder mal „leider müssen wir Ihnen mitteilen .... andere Bewerberin entschieden .... keine Bewertung Ihrer Person und beruflichen Qualifikation ....“

heutzutage bin schon dankbar, wenn die unterlagen überhaupt zurückkommen. das ist schon längst nicht mehr üblich. bei online-bewerbungen scheint es sogar standard, entweder sofort eingeladen oder ganz ignoriert zu werden. bewerbungen, die ohne eingangsbestätigung oder absage immer noch irgendwo im orbit kursieren, habe ich nicht gezählt. die anderen übrigens auch nicht.


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