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Montag, 8. November 2010

flattr - der flatterknopf

ihr habt ihn bestimmt schon entdeckt, den kleinen grünen button in der linken spalte, unter dem foto vom duftenden rosenblütentee:


rose: fisherman's friend (austin) / rosenblütentee im glas


das büro für besondere maßnahmen verwendet diesen button seit etwa vier monaten. schon längst mal wollte ich ein paar zeilen schreiben über das was und warum und meine erfahrungen damit. heute ist es endlich so weit.

'flattr' ist englisch und bedeutet „schmeicheln“. wer den button klickt, landet im portal von flattr, einem micro-payment service. dort kann jedeR mitmachen für einen monatlichen betrag von mindestens zwei euro, auch wer keine eigene webseite hat. anderen webseiten, die ebenfalls dabei sind, kann man als ausdruck von dank & wohlwollen einen kleinen geldbetrag zukommen lassen, indem man den 'flatterknopf' - so nenn' ich den neudeutsch für mich - auf deren seite anklickt.

hin und wieder benutze ich flattr, um anderen blogs, die ich gut und wichtig und erfreulich finde, ein bißchen anerkennung zu spendieren.

vor allem aber benutze ich es regelmäßig, um mich bei meiner lieblings-tageszeitung für deren unschlagbaren kostenlosen onlinedienst zu bedanken. ein abo der taz könnte ich mir – prekär wie ich derzeit bin - nämlich nicht leisten. trotzdem habe ich sie täglich auf meinem schreibtisch. das finde ich gigantisch generös.

ich selbst habe übrigens via flattr bisher nicht einen einzigen cent bekommen. weder hier im büro für besondere maßnahmen noch drüben im katzencontent. das grämt mich nicht. es bestätigt allerdings eine vermutung, die ich von anfang an hatte:

flattr wird den kleineren blogs nicht viel bringen. statt dessen findet eine art umverteilung statt von vielen ‚kleinen‘ blogbetreiberInnen hin zu großen contentanbietern, bei denen sich dann das geld mehr oder weniger sammelt.

immer und an jedem flatterklick verdient natürlich flattr selbst, nämlich 5% von jedem euro, der zwischen den webseiten hin oder her fließt. am meisten aber verdient das onlinezahlungsportal paypal. die kriegen mindestens 5% von jedem euro, der bei flattr eingezahlt wird.

das wurmt mich ein bißchen. runde 10% vom kuchen nur für die verwaltung sind für meinen geschmack ein bißchen viel. andererseits will so ein portal ja auch gedingelt sein, und das kostet eben.

am meisten wurmt mich natürlich, dass ich nicht selbst auf die geniale idee gekommen bin, mich für das hin- und herschieben von geld bezahlen zu lassen. dann hätte das büro für besondere maßnahmen inzwischen eine luxus-aussicht.

aber was nicht ist, kann ja noch werden:

wer sich also bei mir einschmeicheln möchte oder wer sich von meinen texten und bildern so dermaßen geschmeichelt fühlt, dass sie ganz dringend ein paar cent dafür ausgeben möchte, macht den flattr und klickt sich da durch:

(hier steht seit Dezember 2014 kein Link mehr. Warum nicht? Siehe unten)

dies ist übrigens ein reines erklärstück. keine werbesendung. ich erhalte keinerlei provision. leider.





ps1.

das Büro für besondere Maßnahmen hat über Flattr bisher folgende schmeicheleinheiten erhalten:
2010 - 0,90 €
2011 - 0,22 € 
2012 - 1,07 €
2013 - 0,33 € 
2014 - 0,12 €
summe einnahmen seit 2010: 2,64 €

das Büro für besondere Maßnahmen hat über Flattr bisher an andere webseiten verschmeichelt:
2010 - 18,00 €
2011 - 22,00 €
2012 - 33,00 € 
2013 - 25,00 €
summe ausgaben seit 2010: 98,00 €

(stand juni 2014)


ps2.
(im Dezember 2014)

Meine Ausgaben im Micro-Payment-Service "flattr" haben in den fünf Jahren meiner Teilnahme die Einnahmen um das fast 40-fache überstiegen. Irgendwann muss man auch den schmeichelhaftesten Realitäten ins Auge sehen – DAS hat sich nicht gelohnt. Zudem hat flattr die Konditionen sehr zu meinen Ungunsten verändert. Daher habe ich das Experiment im Herbst 2014 beendet und (als besondere Maßnehme!) meinen Account bei flattr nicht erneuert. Damit verbunden habe ich natürlich auch alle Links dorthin entfernt. Falls ich einen übersehen habe, dürft Ihr mich gerne darauf hinweisen.
Allen, die mich auf diese Weise unterstützt haben, an dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank!

Auch die Option, mir über paypal etwas zu spendieren, habe ich eingestellt. Trotzdem freue ich mich aufgrund kontinuierlicher Unterkapitalisierung auch weiterhin über jede Unterstützung. Wer mir also unbedingt etwas (finanziell) Gutes tun will, schreibt mir bitte eine eMail, dann finde ich eine Möglichkeit – die allerdings nicht mehr anonym sein wird. 

Merci & 1000Rosendank!

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Kommentare :

  1. Sei mir nicht böse wenn ich mich da nicht anmelde.. die Krux bei der Geschichte ist ja, dass wenn ich z.B. 2 Euro einzahle diese beim ersten Klick ja nicht automatisch bei Dir landen.. sondern die werden auf alle Seiten verteilt auf denen ich den Button geklickt habe.. Deine Vermutung, dass kleine Blogs also eher nichts davon haben werden ist also richtig. Und ich mag nicht noch eine Seite haben auf der ich registriert bin... Deine Seite ist toll, ich mag Deine Art zu schreiben und hoffe, dass Dir das als Lob auch ein bisschen nützt, auch wenn es den Kaffee nicht bezahlt :-)
    Aber vielleicht etabliert sich Flattr doch noch mehr, so dass der Kuchen auch etwas gerechter verteilt wird - wer weiß? Noch steckt das Ganze ja in den Kinderschuhen..

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  2. liebe FrauVivaldi, guten morgen und danke für dein großes lob, da freue ich mich riesig! so ein schönes feedback tut wirklich gut und ist sowieso unbezahlbar!
    ich bin überhaupt niemandem böse, die sich bei flattr nicht anmeldet. im gegenteil, ich habe ja selbst eigene bedenken beschrieben. mein 'aufruf' am ende meines posts war mit sehr großem augenzwinkern geschrieben, vielleicht hätte ich das noch deutlicher machen sollen?
    ich will auf keinen fall irgend jemanden nötigen, erst recht nicht meine lieblingsleserInnen!
    den von dir beschriebenen aspekt, dass es gar nicht möglich ist, selbst zu bestimmen, welchen betrag ich einzelnen blogs zukommen lassen möchte, finde auch ich sehr wichtig - und sehr verbesserungswürdig.
    als neugierige frau musste ich den 'flatterknopf' aber einfach ausprobieren. weil ich die idee, anderen webseiten ein kleines finanzielles 'dankeschön' zu spendieren, an sich sehr gut finde. ich hoffe sehr, dass flattr die kinderschuhe bald zu klein werden und sie was 'erwachseneres' draus machen.
    andererseits: es ist bereits jetzt ein gigantisches projekt, in dem für mich unvorstellbar viel know-how und arbeit drinstecken.
    ich erwarte nicht, dass die flattr-mitarbeiterInnen sich sittenwidrig selbst ausbeuten.

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  3. Ich bin über deine Blognomierung der Mädchenmannschaft bei dir gelandet und habe gleich diesen Artikel gefunden. Ich bin jetzt auch ca. ein halbes/dreiviertel Jahr bei Flattr. Meine Erfahrungen decken sich mit deinen. Große Blogs bekommen sehr viele Flattr, kleine Blogs nur ganz wenige. Wobei 90% meiner Leser auch bei Flattr nicht angemeldet sind. Ich muss aber auch gestehen, das ich die letzten 2 Monate nicht einmal den Flattr-Button gedrückt habe (aus Ermangelung an fehlenden Flattr-Buttons in den Blogs die ich lese) und somit das Geld automatisch gespendet wurde. Ich bin am überlegen, ob ich es nicht auslaufen lasse und vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt wieder einsteige. Mir war zwar bewusst, das man damit nicht reich wird, aber ich merke, dass es in der Bloggersphäre aber auch nicht angenommen wird. Ich werde es weiter beobachten. VG Jana

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