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Freitag, 7. August 2009

wunder no. 1: katzenschnurren

katzen haben eine unglaubliche art der kommunikation: sie schnurren. dabei vibrieren sie warm und wohlig in einer niedrigen frequenz von - so wikipedia - 25 bis 150 hertz, hauskatzen bleiben bei 25 hertz.

katzen schnurren in allen möglichen und unmöglichen situationen: wenn es ihnen gut geht oder wenn es ihnen nicht gut geht, wenn sie hunger haben oder wenn sie satt sind, wenn sie ruhen oder wenn sie wach sind. wenn sie ihre beute beobachten, verspeisen oder verdauen, dann schnurren sie auch.

katzenschnurren vermittelt wohlbefinden und entspannung, es lindert stress und hilft knochen heilen. in der katze drin und direkt an der katze dran. ihr schnurren pflanzt sich durch ihren ganzen körper auf unseren ganzen körper fort und wirkt genau an der arthritischen stelle, wo es dringend gebraucht wird. deswegen ist es immer gut, sich eine schnurrende katze auf die oberschenkel zu setzen - auch wenn unser akuter schmerz vielleicht in der schulter sitzt oder im ellenbogen. das schnurren kommt trotzdem an!

wie die katzen das machen mit dem schnurren, das hat die wissenschaft noch nicht herausgefunden. hah, wie denn auch?! schnurren ist schließlich ein wunder, und für wunder ist die wissenschaft nicht zuständig. immerhin - die wikipedia kennt fünf verschiedene theorien, wie das katzenschnurren zustande kommen könnte. aber genau wissen tut die wissenschaft nix!

das eigentliche schnurrwunder ist, dass katzen sowohl beim einatmen als auch beim ausatmen schnurren und sogar auch dann, wenn sie die luft anhalten. schnurren ist also quasi eine zirkuläre angelegenheit, ungefähr so wie didgeridoo blasen - und damit sind wir schon ziemlich nahe am groben unfug.

kommen wir aber nun zum allergrößten wunder, was das katzenschnurren angeht: es wird nicht nur taktil durch direkten körperkontakt und auch nicht nur akustisch über die ohren übertragen:
katzen schicken ihr schnurren telepathisch durch den äther und sind auf diese weise weltweit miteinander vernetzt! dadurch fühlen sie sich geborgen und in der welt aufgehoben und erwünscht.

wer also zum beispiel in berlin-köpenick eine wohnzimmersofakatze zum schnurren bringt, der kann damit einen halb verhungerten kater auf einem müllhaufen in bangkok glücklich machen, weil die köpenicker sofakatze ihr wohlbehagen per katzenschnurrtelepathie zum beispiel direkt telepathisch nach bangkok verschifft. der thailändische müllkater besitzt - wie alle katzen auf der ganzen großen weiten welt - eine spezielle katzenschnurrtelepathieantenne, mit der er das auf jeden fall auch empfängt.

auf diese weise können zum beispiel urlauberInnen ihre daheimgebliebenen lieblinge trösten, indem sie einfach mal eben auf mallorca ein dahergelauf'nes katzenkind zum schnurren bringen - und schwupp! überträgt das mallorcakatzenkind sein wohlbehagen per katzenschnurrtelepathie nach berlin-köpenick aufs wohnzimmersofa, und die daheimgebliebene grämt sich nicht länger ob ihrer urlaubsbedingten einsamkeit, sondern sie fängt auch an zu schnurren und fühlt sich wieder wohl!

was nun also der wissenschaft noch viel größere rätsel aufgeben dürfte als das katzenschnurren an sich - das sind die katzenschnurrtelepathie und die katzenschnurrtelepathieantennen, mit denen alle katzen der welt untereinander in kontakt stehen. sozusagen ein globales 'interschnurrnet'.

hah! das ist demokatzisch, das ist subersiv, das ist revolutionär! wenn das der herr geheimdienst wüsste! da würden doch wohl sofort die überwachungsmiezen aktiviert. aber der herr geheimdienst weiss das nicht. und die wissenschaft hat sowieso keine ahnung. angeblich zum mond fliegen - aber noch nicht einmal so simple dinge wie katzenschnurren erklären können. geschweige denn das rätsel der katzenschnurrantennen lüften. sie werden es niemals verstehen. ganz sicher nicht. und das ist gut so.


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1 Kommentar :

  1. liebe mo jour,
    auch bei uns menschen gibt es so etwas wie schnurren. es ist nur in der regel sehr viel leiser, und wenn es hörbar ist, wird es von vielen als peinlich empfunden. gerda boyesen hatte vor knapp 60 jahren zufällig entdeckt, dass ihre patienten sich dann nach der massage wohl fühlten, wenn während der massage ein "grummeln" oder "knurren" aus dem bauch des massierten hörbar war. sie gründete darauf ihre theorie, dass innerer stress durch strömen von flüssigkeiten in den darmmembranen aufgefressen wird. dies grummeln können wir nicht gezielt steuern, es beginnt, wenn wir still und entspannt sind, in frieden sind, in einer geschützten athmosphäre sind. ich habe vor etwa einem jahr dies phänomen ganz besonders stark erlebt während der morgendlichen, halbstündigen meditation in der zen-gemeinde "village des pruniers" in südwestfrankreich. aus dem bauch meiner mir unbekannten nachbarin kam ganz deutlich dieses "knurren", es begann dann deutlich bei mir, dann überall im saal. wir waren etwa 50 personen. es hielt während der ganzen meditation an.

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