Achtung. Achtung. Achtung.
Wir sind umgezogen!

Januar 2021

Das Büro für besondere Maßnahmen ist ab sofort erreichbar auf mojour.de

Nach und nach werden alte Beiträge – ggf. aktualisiert und überarbeitet – dorthin umziehen. Bitte folgen ... :-)

Montag, 28. Juli 2014

Rose Sélavy

- Rosenworte am Montag -

Als Künstler fasziniert er mich seit meiner Studienzeit: Marcel Duchamp (*28. Juli 1887), voll feiner Ironie in seinen Werken, hintergründig und aufmüpfig, intelligent und immer mit mindestens einem Augenzwinkern, dada und surreal. Eine seiner wichtigsten Arbeiten nannte er selbst "Das unbekannte Meisterwerk".

Duftendes Leben, Liebe, Rose

Rose Sélavy war eines seiner Pseudonyme, dem er später - wegen der klareren Aussprache - noch ein kleines "r" voransetzte:

rRose Sélavy - Eros, c'est la vie, a rose ... Die Liebe - das ist das Leben. Dazu ließ er sich von Freund Man Ray in Frauenkleidern fotografieren.

Mit Wortspielen solcher Art gab Duchamp der Kunstwelt Rätsel auf und verwirrte sein Publikum, indem er u.a. den Zufall konservierte und wiederholbar machte in seinen "Norm-Stoppagen", die heute zur Sammlung des MoMA Ney York gehören.

Kunst kommt nicht immer von Können. Wobei Können in Verbindung mit Kunst sicher nicht von Schaden ist. Können allein reicht aber bei weitem nicht aus, damit so etwas wie Kunst entsteht.

Marcel Duchamp hat aufgeräumt mit dem Mythos, dass Kunst immer nur gut sein muss. Statt dessen hielt er Kunst für "die einzige Tätigkeitsform, durch die der Mensch als Mensch sich als wahres Individuum manifestiert".
"Ich möchte ganz einfach sagen, daß Kunst gut, schlecht oder indifferent sein kann, aber daß wir sie, gleich mit welchem Beiwort, Kunst nennen müssen: schlechte Kunst ist immer noch Kunst, wie ein schlechtes Gefühl doch ein Gefühl ist."
Hier entlang geht es zu einem Interview der BBC mit Marcel Duchamp, entstanden in seinem Todesjahr 1968. Ironisch und heiter wirkt der Künstler über seinen Tod hinaus. Auf seinem Grabstein in Rouen steht:
"D'ailleurs, c'est toujours les autres qui meurent"
(Übrigens, es sind immer die anderen, die sterben.)

Wer tiefer eintauchen möchte in die Welten des Marcel Duchamp, dem empfehle ich die Bücher von Thomas Zaunschirm, der es in seiner Zeit als Gastprofessor in Freiburg verstanden hat wie kein anderer, Kunst spannender als jeden Krimi zu vermitteln.
(Damals, in den 80er Jahren, als mein Leben noch Inhalte hatte ...)

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Donnerstag, 24. Juli 2014

Loveparade 2010

Vier Jahre ist das heute her: Zuerst hörte ich die News im Radio, dann sah ich sie im Fernsehen, im Internet: Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg. Viele Tote, noch viel mehr Verletzte.

Auch heute kein Ausweg:
Der Pfad ins Licht endet an einem Zaun.

Es war ein Samstag. Nur wenige Tage vorher war ich – wieder einmal – arbeitslos geworden und war beschäftigt mit den letzten Vorbereitungen für einen bevorstehenden Klinikaufenthalt. Sechs Wochen sollte ich an die Ostsee fahren. Wegen Tinnitus und Kopfschmerzen, wegen Depressionen, wegen Burnout, wegen posttraumatischer Belastungsstörung. Ich hatte darum gekämpft, freute mich sogar darauf und konnte noch nicht ahnen, dass es mir hinterher schlechter gehen würde als vorher.

Ich hörte beim Kofferpacken die Nachrichten und konnte doch nicht verstehen, was und wie passiert war. Loveparade. Hm. In Duisburg? Hm.

Anfang der 1990er Jahre hatte ich die Anfänge der Loveparade in Berlin auf dem Kurfürstendamm miterlebt – dieses kleine liebenswerte Spektakel.

In den späteren, etablierten Jahren der Loveparade habe ich die kommerzialisierte Massenveranstaltung gemieden bzw. weiträumig umfahren. Das interessierte mich nicht. Es war nicht meine Musik. Es war zu laut, zu viele Menschen auf einen Haufen, zu heiß.

Regelmäßig am Sonntagmorgen danach fuhr ich mit dem Rad durch meinen geliebten Tiergarten und war entsetzt über den Gestank nach Fäkalien und Alkoholika, die Massen an Müll und untoten durchgeknallten Partyleichen, die zerstörten Wiesen, Beete, Bäume, Hecken.

Am Schlimmsten aber war mir die Totenstille. Kein einziger Vogel war zu hören – als seien sie allesamt tödlich getroffen durch das Dröhnen der Bässe von den Bäumen gefallen.

Jahr für Jahr musste der Tiergarten quasi neu angelegt werden. Ich habe die Loveparade jener Jahre gehasst – und war froh, als sie in Berlin nicht mehr stattfinden durfte.

Meine Meinung dazu war schlicht: Wer den Dreck macht, soll ihn auch wegräumen bzw. die Kosten übernehmen für dessen Beseitigung und die Wiederherstellung der Schäden. Wer Party will, muss auch die Konsequenzen tragen und darf das Ganze nicht verlogen als „Friedensdemo“ deklarieren, um Geld zu sparen.

Aber nun Duisburg. Wie kam die Loveparade da plötzlich hin? Das war völlig an mir vorbeigegangen, war mir so schnurzepiep wie Babynahrung: Zwar irgendwo vorhanden und für manche anderen Menschen vielleicht wichtig, berührte mein Leben aber nicht.

Ich sah Duisburg vor Augen. Düsterstes Duisburg meiner traurigen Kindheit. Dunkelschwarz rußverschmutzt und regennassgrau. Die schlimmsten Zeiten, die bösesten Verletzungen hatte ich in Duisburg erlebt. Flashback.

Die Treppe, die für manche Rettung und
für andere eine tödliche Falle war

Den Karl-Lehr-Tunnel erinnerte ich. Der war schon immer finster. Lang und düster. Voller Gefahren. Laut und ohne Zuflucht. Dunkle Straße. Unheimlich. Kaum Licht. Zu viele Autos, die gnadenlos vorbeirumpelten.

Warum waren da jetzt Menschenmassen, um Musik zu hören und zu feiern? Unvorstellbar. Das passte einfach nicht zusammen. Der Karl-Lehr-Tunnel war in der Erinnerung meines inneren Kindes ein Ort, an dem das Wort „Sommerparty“ nicht stattfand, keinen Platz hatte – und ist es bis heute.

Ich sah die Berichte im Fernsehen, fand Berichte und Videos von Augenzeugen im Internet. Am eindrücklichsten, am verstörendsten waren die Filme von "Pizzamanne". Es war schrecklich, nahm mich mit, ich sah es mir trotzdem immer wieder an.

Auch noch, als ich schon längst in der Klinik war. Es schien meine eigenen Katastrophen zu relativieren, wenn ich mit den Opfern der Duisburger Loveparade fühlte und litt, mit den Überlebenden, den Familienangehörigen und Freunden.

Gleichzeitig gab es mir das Gefühl, mit meinem endlosen Schmerz, für den es in meinem Leben sonst weder Ort noch Zeit noch Raum gibt, nicht ganz alleine zu sein.

Es ist ein Paradox, und so schrecklich das klingen mag: In dieser Zeit war ich eine Trittbrettfahrerin des Schmerzes.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich mir auf die Schliche kam. Es ist eine Methode, die ich nicht nur dieses eine Mal angewendet habe. Es scheint fast so, als würde der eigene Schmerz nicht ausreichen, um angenommen und betrauert zu werden. Als würde man einen Verstärker brauchen. Eine Art von offiziell anerkannter Wunde, weil man mit dem eigenen Schmerz niemandem mehr kommen darf, nirgendwo ernst genommen und erst recht nicht getröstet wird.

Im vergangenen Februar hatte ich die Gelegenheit, mir die Gedenkstätte für den 24. Juli 2010 in Duisburg einmal anzusehen. Ich war lange dort und habe versucht, mir die Situation damals vorzustellen. Es ist mir nicht ansatzweise gelungen.

Gleichzeitig hatte ich das Bedürfnis, mich an diesem Ort bei den Opfern zu entschuldigen. Weil ich mir ihren Schmerz zu eigen gemacht habe. Unberechtigterweise.

Bis heute verstehe ich nicht, dass die Hauptverantwortlichen keine Verantwortung für das große Unglück übernommmen haben:

Veranstalter Schaller, der mit der Loveparade sein Geld verdient hat. Und Bürgermeister Sauerland, der die Loveparade unbedingt in seiner Stadt haben wollte. Mag sein, juristisch ist ihnen nicht beizukommen. Aber darum geht es nicht. Moralisch, menschlich haben in meinen Augen beide versagt. Durch ihr ignorantes Schweigen, ihr feiges Abtauchen und rückgratloses Wegducken haben sie alles nur noch schlimmer gemacht.

Natürlich bin ich nicht in der Position, zu richten. Es geht auch nicht um Rache oder Wiedergutmachung für etwas, das niemals wiedergutzumachen ist. Mit den Folgen ihrer Un-Taten müssen die beiden Herren alleine fertig werden.

Letzter Trost: Die Teddy-Zwillinge

Als ich im Februar dort war, hat es geregnet. Es war so grau, wie Duisburg eben grau sein kann. Ich hatte mein inneres Kind an der Hand, sie stand lange vor den Teddybären und den Blumen. Dann sah sie mich an und sagte „Hier war das nicht. Komm ich zeig's dir.“ Dann sind wir zum Bahnhof gelaufen und nach Ruhrort gefahren.

So habe ich es wieder auseinandersortiert: Den eigenen alten Schmerz habe ich mit dem Kind angesehen, an den anderen Orten. Dazu – vielleicht – ein andermal mehr.

Den aktuellen Schmerz darüber, dass in unserer Zeit Vergnügungs- und Profitgier auf Kosten von Menschenleben stattfinden, den habe ich in der Lücke im Karl-Lehr-Tunnel betrauert. Den überlebenden AugenzeugInnen, den überlebenden Verwandten und FreundInnen der Opfer gilt mein ganzer Respekt sowie großer Dank dafür, dass sie diesen Ort des Gedenkens gegen viele Widerstände geschaffen haben.

Es ist ein wichtiger Platz geworden von großer Symbolkraft, die weit über die einzelnen Schicksale aller, die von der Katastrophe Loveparade 2010 betroffen waren und sind, hinausreicht.

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Montag, 7. Juli 2014

BfbM – ein halbes Jahrzehnt

­Heute vor fünf Jahren habe ich dieses Blog eröffnet, nannte es forsch „Büro für besondere Maßnahmen“ und versprach meinem damals noch nicht vorhandenem Publikum jede Menge 'Unfug en gros & en détail'.

Zum Teil habe ich das erfüllt und Euch an allerlei mehr oder weniger besonderen Maßnahmen teilhaben lassen.

Jubiläums-Berg

Was ich damals nicht hatte, war ein ausgearbeitetes Konzept, und das gibt es bis heute nicht. Ich schreibe einfach drauflos, was mir durch den Kopf geht und aus den Fingern in die Tastatur purzelt.

Mal aus dem Alltag, mal Erfundenes, mal eine Rubrik wie die Rosenworte oder die kurzen Maßnahmen. Ich fange etwas an, fange noch etwas anderes an, höre das eine oder andere auf, setze wieder ein – und auf diese Weise ist das Büro für besondere Maßnahmen über die Jahre wie ein aus Texten und Bildern gewebter Teppich zu einem Spiegelbild meiner Seele und meines Lebens geworden.

Mein Leben ist eben auch so: Nicht planbar. Immer wieder Rückschläge, immer wieder aufstehen, neue Versuche und Experimente, mich neu zu erfinden und irgendwie auf dieser Welt einen Platz für mich zu schaffen, an dem ich mich wohlfühle und bleiben möchte.

Ich bin und bleibe mein eigenes Überrschungspaket – ganz so, wie ich es damals im ersten Beitrag angekündig hatte.  Ich hoffe, ihr nehmt mir das nicht übel.

Nun fällt der 5. Geburtstag meines Blogs – nette Koinzidenz! – auf den 10. Geburtstag des Mietvertrags für meine Wohnung.

Als ich vor einem Jahrzehnt in dieses helle, luftige Dachgeschoss mit der grandiosen, fast täglich sich ändernden Aussicht auf den B-Berg (meinen „Büro-Berg“) einzog, stand ein gigantischer Blauglockenbaum direkt vor meinem Balkon, nur dreieinhalb Meter vom Haus entfernt.

Das Gute daran: Der Specht wohnte darin und kam immer zum Klopfen, zusammen mit vielen anderen Vogeltieren und Insekten. Außerdem hat der Baum mit den großen herzförmigen Blättern das halbe Dach beschattet und meiner Wohnung an heißen Sommertagen zu einem angenehmen Klima verholfen.

Das weniger Gute an dem Baum war: Er verstellte mir die Aussicht und machte die Wohnung dunkler. Meinen Südbalkon beschattete er gar so vollkommen, dass dort nicht einmal Nachtschattengewächse gedeihen wollten.

Aber nicht nur sein Schatten war gigantisch, sondern auch seine Wurzeln. Sie hatten im Lauf der Jahrzehnte das Fundament des Wohnhauses gesprengt. Mehr als 20 cm breite Lücken klafften zwischen den Grundmauern.

Deswegen wurde der majestätische Baum vor zweieinhalb Jahren Stück für Stück abgesägt und abgetragen – nicht einfach nur gefällt, denn dabei hätte er Haus und Garten stark beschädigen können.

Seither habe ich mehr Licht im Büro für besondere Maßnahmen. Das ist schön. Endlich gedeihen auch mediterrane Kräuter wie Thymian und Salbei auf dem Balkon. Es freut mich, dass ich hier oben endlich auch Wohlriechendes in meiner Nase habe – denn der Gestank der dieselgetriebenen Weinbergs-Trecker, die täglich laut und ungezählt unter meinem Balkon den Hügel hinauf in die Reben brettern, ist erheblich.

Nie zuvor habe ich in so lauter und bedrohlicher Atmosphäre gewohnt wie hier auf dem angeblich so idyllischen Dorfe. Dagegen war es in meiner Berliner Wohnung, gleich um die Ecke vom belebten Kurfürstendamm, geradezu totenstill.

Sogar Rosen blühen inzwischen auf meinem Schattenbalkon, drei Stück, in Kübeln. Sie duften! So lange ich hier noch ausharre, will ich es wenigstens schön haben vor Augen und in meiner Nase.

Gleichzeitig reduziere ich meine anderen Habseligkeiten, lasse nicht nur eigenes Körpergewicht sondern auch angesammelten Ballast los, mache mich so leicht wie möglich und suche nach einer neuen Wohnung, die nicht nur mir und der Katze ein Zuhause bietet, sondern auch mindestens einer meiner drei dornigen Begleiterinnen.

Denn nicht nur Blog-Geburtstag und Mietvertrag fallen zusammen, auch mein ungeliebter Vermieter hat ein gigantisches Gefühl für Timing:

Auf den Tag genau zehn Jahre nach meinem Einzug hier legte er mir die Wohnungskündigung in den Briefkasten. Er hat sich einen Eigenbedarf aus den Rippen geleiert, um mich endgültig und beschleunigt loszuwerden.

Seine Enkelkinder sollen hier im Haus übernachten, wenn sie aus der Ferne zu Besuch kommen. Meinetwegen, dann brauchen sie wenigstens nicht mehr an seiner Wohnungstür herumhängen, die armen Würmer. In seiner 140-m²-Butze in der Bel-Etage geht das natürlich nicht, zu eng! Deswegen kündigt er mir, obwohl die dritte Wohnung im Haus wegen einer kürzeren Kündigungsfrist viel schneller zu haben wäre und obendrein im Erdgeschoss liegt, mit Terrasse und Gartenzugang - was für Kleinkinder ja gewiss günstiger wäre als ein Feriendomizil unterm Dach …

Ihr erinnert Euch? Der Quetschenquäler hasst mich, weil ich nicht bereit bin, ihn zu jeder Tages- und Nachtzeit in meine Wohnung zu lassen, wenn er sich nicht vorher angekündigt hat. Er hasst mich noch mehr, weil ich mich von ihm weder anbrüllen noch herumkommandieren lasse. Er hasst mich ohne Unterlass, weil ich es nicht in Ordnung finde, wenn er mir ohne Vorwarnung für Stunden das Telefon abstellt und die Internetleitung kappt, weil er 'mal eben kurz' was reparieren muss. Er brüllt mich an und knallt mit den Türen, hat mich im Keller schon mit dem Messer in der Hand bedroht, ein ander Mal auf der Treppe angerempelt und fast zu Fall gebracht.

Sein „Eigenbedarf“ ist natürlich vorgeschoben, um mich loszuwerden. Mit anwaltlicher Unterstützung kann und werde ich dagegen vorgehen – falls ich wirklich keine andere Wohnung finde und mehr Zeit brauche … Denn die Atmosphäre hier macht mich schon lange krank, ich muss und will hier sowieso raus, samt Katze und Kräutern und Duftrose – und irgendwie kriege ich das schon hin. Trotz allem. Trotz posttraumatischer Belastungs- und "halbautistischer" Reizfilterstörung, trotz Depressionen, trotz Erwerbslosigkeit und kontinuierlicher Unterkapitalisierung.

Mein Leben hier im Haus der katholischen Spießer ist schon viel zu lange viel zu sehr vergiftet und viel zu belastend für mich. Seit Jahren werde ich gemobbt, nicht gegrüßt, böse angesehen, ignoriert, beschimpft, beleidigt, respektlos behandelt. Diese Vermieter sind Krafträuber erster Güte.

Ich suche schon lange eine andere Wohnung (muss ja auch, von Amts wegen) und setze seit Jahren alle mir möglichen und verfügbaren Hebel in Bewegung, auch wenn die mir unendlich klein und unzureichend erscheinen, wenn Angst und Alpträume mich nicht schlafen lassen, in Hass und blutiger Selbstverletzung enden. Es wird, es muss mir gelingen, für mich endlich einen Platz zu finden, an dem ich in Frieden leben kann.

Der Umzug selbst wird eine gigantische "Besondere Maßnahme" werden. Irgendwie werde ich es überleben. Wie alles andere auch.

Das bin ich mir und diesem Blog schuldig. Bis es so weit ist, bitte ich um Verständnis, wenn ich hier weiterhin etwas „auf Sparflamme“ köchle. Ich habe so viel zu sagen und zu erzählen, aber es ist meist so belastend für mich, dass mir die Kraft zum Aufschreiben fehlt.

Vorerst freut Euch bitte weiterhin über mehr oder weniger kurze Rosenworte und den harmlosen Katzen-Kontent "nebenan" bei Ginivra.

Auf die nächsten fünf Jahre!

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Freitag, 20. Juni 2014

Weltmusik für die Weltmeisterschaft

Als ehemalige freie Mitarbeiterin verschiedener Weltmusikredaktionen nehme ich die Fifa Fußball Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien zum Anlass, in die Archive zu steigen und die Spiele des Tages jeweils mit passender Musik zu begleiten - täglich bis zum Finale am 13. Juli 2014.

Papaya Salad w/ Coconut Milk & Lime Juice

Jeden Tag präsentiere ich dem geneigten Publikum mehrere Musik-Tipps: Für jedes Spiel, jedes Land - mal neue, mal klassische, mal traditionelle Musik, möglichst abseits der Mainstream-Routen.

Bekanntes wiederhören - auch in unerwarteter Weise, Neues entdecken: Ich hoffe, es ist für viele von Euch etwas dabei. Bei gleicher Qualifikation wird die Musik von Frauen bevorzugt. Ich bin absolut parteiisch!

Das Ganze findet statt auf der Facebook-Seite des Büro für besondere Maßnahmen und ist garantiert (fast) fußballfrei. Es ist so eingestellt, dass ihr es sehen könnt, ohne bei Facebook angemeldet oder eingeloggt zu sein. (Diesen Hinweis poste ich hier nur einmal - die Musiktipps findet Ihr "aus organisatorsichen Gründen" ausschließlich auf Facebook).

Schaut doch mal rüber! Und abonniert die Facebook-Seite ... Ich freue mich über jeden Besuch und danke für Euer Interesse!

Schönste Sommergrüße aus der temporären Musikredaktion für besondere Maßnahmen!

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Mittwoch, 18. Juni 2014

Betriebsfeier III

- Teil 3 der Fortsetzungsgeschichte von Freitag dem Dreizehnten -

Die Betriebsfeier, von der ich bereits in Teil 1 und Teil 2 berichtete, hatte sich vom vorfreudig erwarteten "Lecker-miteinander-essen-gehen" zum Do-it-yourself-Event entwickelt.

Was einem vor Weihnachten blüht (Amaryllis)

Im Bus verschaukelt durch den Nebel, im Supermarkt das Drei-Gänge-Menü selbst kochen und plötzlich kommt auch noch der Chefredakteur samt Kameraufrau aufmarschiert, um alles auf Video zu dokumentieren ...

Die Betriebsfeier III

Schnell entschlossen wie selten in meinem Leben legte ich die professionelle Küchenschürze auf den Edelstahltresen und flüchtete Rich­tung Kundentoiletten, um erst einmal in Ruhe ein paar Augenblicke lang darüber nachzudenken, was eine angemessene Reaktion in dieser grotesken Lage sein könnte.

Einerseits war ich energetisch ob der mir fremden und unangenehmen Situation total überfordert, andererseits war ich hungrig und unterzuckert, drittens war ich entsetzt und schockiert. So hatte ich mir eine Weih­nachtsfeier nun wirklich nicht vorgestellt. Es war kurz vor halb neun. Das gemeinsame Abendes­sen war noch lange nicht in Sicht!

Obendrein hatte ich auf der Menükarte entdeckt, dass für mindestens zwei der drei Gänge Alkoholhaltiges auf der Zutatenliste stand. Das war unter Umständen lebensgefährlich für mich. Ich hatte mich bei den KollegInnen noch nicht geoutet. Sollte ich um die alkoholisierten Bestandteile herum Slalom essen? Würde man mir eine Extrawurst braten? Oder dürfte ich mir auch die selbst zubereiten in der Schauküche, allein - dafür aber vor Publikum und festgehalten von der Kamera? Eine Schreckensphantasie, wo doch schon die Realität gerade so unerfreulich war.

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich bereits vor vielen Jahren beschlossen habe, in meiner Freizeit nichts mehr zu tun, dass mir keine Freude bereitet?

Erleichtert erinnerte ich mich an meine eigene Faustregel für gesellschaft­liche Verpflichtungen, auf denen ich aus irgendwelchen Gründen mein Gesicht zeigen und ein Minimum an Zeit anwesend zu sein habe: Eine Stunde lang muss ich mindestens aushalten. Nach spätestens anderthalb Stunden aber darf ich den Schauplatz des Grauens ohne schlechtes Gewissen verlassen!

Die Zeit war um. Ich zog den Cashmere-Pulli glatt, rückte die Perlenkette zurecht und marschierte die Treppen hinauf in den mittlerweile erleuch­teten Speisesaal. Kahl, kalt und leer war er immer noch. Zur Verstärkung der deutschen Ungemütlichkeit dudelten sogenannte Weihnachtslieder aus den Lautsprechern.

Ich fand eine Kollegin, die mit Stapeln von Servietten bewaffnet leicht unschlüssig zwischen wenig einladenden Tischreihen stand, teilte ihr kurz und knapp mit, dass es mir wirklich leid tue, aber diese Art von Veranstaltung mit Schau­kochen und unerlaubten Videoaufnahmen sei wirklich nichts für mich. Dann suchte ich meinen Mantel aus den Garderobenschränken und rannte. Ja, ich rannte! Die Treppe hinunter so schnell ich nur konnte, dann raus durch die Glastüre. Erleichtertes Aufatmen.

Mein Auto war zum Glück ganz in der Nähe geparkt und trotz anhalten­den Nebels schnell zu finden – wir waren ja mit dem Bus wieder am Aus­gangspunkt gelandet.

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich das ziellose Umherkutschiertwerden von Menschengruppen mit aufgeheizten Dieselbussen durch neblige Landschaften in der Dunkelheit für einen ziemlich sinnfreien Zeitfresser und eine grandiose Energieverschwendung halte?

Bevor ich mich auf den Heimweg machte, erstand ich noch schnell im benachbarten Supermarkt der Konkurrenz ein großes Steak, und dann ging alles ganz flott:

Ab nach Hause, das Steak in die Pfanne, ZwiebelnPfefferSalzSenf dazu – mein leckeres Abendessen war fertig um 21 Uhr 15. Damit war ich noch eine dreiviertel Stunde schneller als meine KollegInnen bei der Betriebsfeier, die - wie ich ein paar Tage später erfuhr – um 22 Uhr noch immer auf die Vorspei­se warteten.

Aber da war ich bereits satt und hatte schon fast das Nachthemd an. Auf diese Weise kam mein Freitag der Dreizehnte dann doch noch ganz friedlich zu einem gemütlichen Ende.

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich nicht sonderlich abergläubisch bin und vor Freitagen, die auf einen Dreizehnten fallen, fast gar keine Angst habe? Donnerstag der Zwölfte kann viel schlimmer sein!

Lecker sei's gewesen und es habe Spaß gemacht, zuzusehen und einmal mitzuerleben, wie ein Abendessen für eine so große Gruppe entsteht. Oha! Meine Chefin war tapfer, als wir uns ein paar Tage später wieder begegneten. Sie hatte aber durchaus Verständnis dafür, dass ich auf halber Strecke quasi von der Truppe desertiert war.

Zur Ehrenrettung des Betriebs möchte ich noch anmerken, dass meine Flucht nie wieder erwähnt wurde und auch kein k.o.-Kriterium für eine weitere Beschäftigung darstellte. Meinen Mini-Job dort habe ich trotzdem noch. Inzwischen gab es sogar eine kleine Gehaltserhöhung.

In Zukunft werde ich bei Betriebsfeiern doch lieber wieder vorsichtiger sein mit einer Zusage. Ich werde da manchmal schnell zur Außenseiterin, weil ich es ohne Alkohol nur schwer aushalte, hungrig und mit weißer Papiermütze auf dem Kopf in Supermarktküchen Salat zu waschen, während konsumgeile Menschenmengen mich begaffen, Jinglebells dröhnen und nebenbei der Chef mit seiner Kamera draufhält. Aber das erwähnte ich ja bereits.

Ihr seht also:

Im Grunde ist nix passiert, obwohl diese Geschichte sich an einem Freitag, den Dreizehnten zutrug. Keine wurde krank, niemand ist verhungert und alle sind - meines Wissens - bis heute gesund und munter.

Früher, als ich noch Alkohol trank, hätte ich diesen Abend wahrscheinlich auch ganz lustig gefunden. Den Hunger hätte ich mit Sekt besänftigt und alle Unwohl-Gefühle in Wein ertränkt. Nur um dazuzugehören, um nicht aufzufallen, damit die anderen mich gern haben. 

Mich mögen, das tun sie mittlerweile trotzdem, auch wenn ich für mein eigenes Wohlergehen sorge so gut wie möglich. Nicht nur an Freitagen, und nicht nur an Dreizehnten.

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Montag, 16. Juni 2014

Betriebsfeier II

- Teil 2 der Fortsetzungsgeschichte von Freitag dem Dreizehnten -

An einem Freitag, den Dreizehnten ist alles möglich, wie an jedem anderen Tag im Leben.
Meine bislang skurrilste Betriebsfeier erlebte ich an einem solchen, letztes Jahr im Dezember nach Sonnenuntergang.

B-Berg ohne Nebel

Die Belegschaft hatte sich abends um 19 Uhr vor der Firma versammelt, mit einem gecharterten Linienbus wurden wir eine gute halbe Stunde lang durch die neblige Dunkelheit ins Ungewisse chauffiert – um genau 150 m weiter wieder auszusteigen vor dem örtlichen Delikatessen-Dealer - über den Dienstboteneingang die enge Hintertreppe hinaufgelotst, stehen frierend und wartend im nur halb beleuchteten Vorraum und haben überhaupt keine Ahnung, was das alles soll:

Essen wir im Supermarkt?!

Die Betriebsfeier II

Man nahm uns Mäntel und Jacken ab, drückte jedem ein Glas Sekt in die Hand. Dass es Menschen gibt, die keinen Alkohol zu sich nehmen, ist im Bewusstsein der Landbevölkerung mitten im Weinanbaugebiet noch nicht so tief verankert. Trotzdem erhielt ich auf Nachfrage und nach einer angemessenen Wartezeit ein Glas Orangensaft.

Die Supermarktangestellten im Sondereinsatz servierten uns abwech­selnd Käse mit Weintrauben und Mini-Bruschette. Der Käse, den ich zunächst für schnöden Gouda hielt, entpuppte sich als köstlich: Es war ein höhlengereifter Appenzeller oder Greyerzer aus den tiefsten hohen Alpen, monateland geduldig gewendet und massiert mit handgezupftem Jahr­gangsmeersalz. Die Bruschette schmeckten einen Tick zu sehr nach Essig und einer Überdosis Knoblauch. Die Trauben waren Trauben.

Über den Käse kam ich mit der Dame vom Supermarkt-Service ins Plaudern. Sie war die Fachfrau von der Käsetheke, die alle 350 Sorten mit Vornamen und familiärem Migrations-Hintergrund persönlich kannte.

Für unser Abendessen war sie nach einer langen Tagschicht, die bereits um sieben Uhr in der Früh begonnen hatte, zusätzlich im Einsatz. Sie hoffte auf ein Ende des Abends möglichst vor Mitternacht, damit sie bis zum nächsten Arbeitsbeginn um sieben Uhr in der Früh wieder einigermaßen fit sein konnte.

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich Veranstaltungen, die allein aufgrund der zeitlichen und finanziellen Ausbeutung meiner Mitmenschen möglich sind, nur sehr schwer genießen kann? Tatsächlich schmeckte der Käse ein wenig schal, nachdem ich erfahren hatte, dass die Servicefrau für unser Weihnachtsvergnügen ihre wohlverdiente Nachtruhe opferte.

Wir standen, alle hungrig, und hielten uns an den Gläsern fest, während Geschäftsleitung und Chefredaktion kleine Reden hielten: Dass alles toll gelaufen sei im zu Ende gehenden Jahr, dass der Gewinn aber leider nicht ausgereicht habe, um uns alle zum Essen einzuladen und auch noch die Köche zu bezahlen.

Man habe sich entscheiden müssen zwischen Einkau­fen bei Aldi und alle bekochen lassen oder Besseres kaufen bei Edeka – wo Lebensmsittel bekanntlich geliebt werden – und selber kochen. Da sei die Wahl auf Letzteres gefallen. Man möge nun bitte vier Teams bilden: Je eines fürs Tischdecken & Deko­rieren, für Vorspeise, Hauptgang und Dessert.

Ich hielt das erst für einen Witz – aber die Geschäftsleitung meinte es ernst. Nun konnte man auch den unbeleuchteten Speisesaal hinter der halb ge­öffneten Türe erkennen: Da war alles kalt und kahl und leer. Es war schon nach Acht.

Der Chefredakteur fügte hinzu, dass es gelungen sei, die Kosten für die gemeinsame wohlverdiente Betriebsfeier noch weiter zu drücken, indem man sich bereit erklärt habe, das ganze Event auf Video zu dokumentieren und die Ergebnisse dem Supermarkt für Werbezwecke zur Verfügung zu stellen.

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich es nicht sonderlich schätze, gefilmt zu werden – erst recht nicht ohne meine vorherige Einwilligung? Selbst wenn man in einem Medienbetrieb arbeitet, heißt das noch lange nicht, dass jedes Meeting auf Youtube oder sonstewo öffentlich gemacht werden darf. Ich bestehe auf mein Recht am eigenen Bild.

Ich landete im Team Numero zwo und wurde von meinen Kolleginnen getrennt: Vorspeise! Der Chef der Fischtheke, seines Namens ehemaliger 4-Sterne-Fischkoch, nahm uns – einen irritierten Trupp von sechs bis acht mir fremden Menschen – in seine chauviale Obhut und marschierte die Treppen hinunter in den Markt. Wir trotteten hinterher und landeten zwischen Bäckerei und Imbiss-Station in der Schauküche. Es war viertel nach Acht. Längst Essenszeit.

Ich konnte es einfach nicht fassen. Meinten die das wirklich ernst?! Ich ging immer noch von einer leicht misslungenen Verarsche aus und wagte zu hoffen, dass man uns allenfalls Tabletts voll fertiger Speisen in die Hände drücken und zum Servieren wieder nach oben schicken würde. Ich hatte Hunger.

Aber nix da! Wir sollten bei laufendem Supermarktbetrieb in der für alle KundInnen einsehbaren Schauküche die Vorspeise selbst zubereiten. Grinsend lief das Konsumvolk an uns vorbei und blieb gerne auch mal neugierig stehen. Wie peinlich! Es war voll. Es war laut. Nicht nur das typische Supermarktsgedudel wurmte meine Ohren. Wie unange­nehm!

Der freundliche Fischkoch war durchaus besorgt um unser Wohlergehen und hatte seinen Einsatz perfekt vorbereitet: Flugs erhielten wir alle eine dunkelblaue Küchenschürze mit Latz. Umbinden! Na gut. Das ging so gerade noch. Schließlich hatte ich zur Feier des Tages meinen schönsten Cashmere-Pulli angezogen. Den wollte ich nicht mit Fett bekleckern.

Aber dann! Auch noch eine weiße Kochmütze aus Papier. So eine ganz alberne bauschig-bauchige wie wir sie aus der Mayonnaise-Werbung kennen: „Hier kommt der Genuss!“ – nur ohne Beleuchtung. Nein. Ich verweigerte!

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich Hüte und Mützen aller Art auf meinem Kopf nur schwer ertrage – mit Ausnahme meiner klassischen Zeitungsjungen-Schiebermütze an Bad-Hair-Days? Ich hatte doch nicht extra meine Locken extra kringelig frisiert, um sie mir nun in der Küche mit einem albernen Papierhut wieder plattzudrücken!

Zum Trost wurden auch gleich wieder mehrere Flaschen Sekt oder Wein geöffnet und ausgeschenkt. Für mich wurde auf meine freundliche Bitte hin ein Glas Wasser ziemlich umständlich in einer langwierigen Prozedur von ziemlich weit her geholt und mir mit etwas schrägem Blick kredenzt. Die Gedanken hinter diesem Blick konnte ich nur vermuten: „Was für eine Spaßbremse!“ oder etwas ähnlich Charmantes.

Gleichzeitig mit dem Alkohol hatten alle einen Ausdruck des Rezepts erhalten: Irgendein Fischfilet gebraten und gerollt auf-an-um Salat mit Irgendwas. In der Küchenecke sah ich Kisten voll mit mattem Feldsalat und traurigen Radieschen. Das sollten wir zuerst einmal Putzen!

Zum Glück findet sich in fast jeder Gruppe ein Frauchen, das beim Stich­wort „Putzen“ eilfertigst bei der Sache ist und auch dann noch Spaß an der Drecksarbeit hat, wenn mir schon längst der Appetit verdorben ist.

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich Haus- und Küchenarbeit hasse?! Ich koche für mein Leben gern. Aber alles, wobei ich meine Hände in Wasser tauchen muss, macht mir schlechte Laune.

Fisch putzen, zerlegen und braten gehört jedoch auch nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Erst recht nicht, wenn ich mit knurren­dem Magen in der Schauküche eines Supermarkts stehe.

Die ersten SalatputzerInnen waren also schon eifrig am Werk, da sah ich aus dem Augenwinkel mit einem perfide triumphierenden Greinen den Chefredakteur samt Kamerafrau nahen. Jetzt nicht auch das noch! Ich war fassungslos. Es war kurz vor halb neun. Mir war fast schlecht vor Hunger.

Cut.
Sollten wir nun nicht nur hungern vor laufender Kamera, sondern auch noch kochen? Die Geschäftsleitung hatte wohl eindeutig zu viele Koch-Shows im Privatfernsehen geguckt. Wann wird es endlich etwas zu essen geben? Wird es überhaupt etwas zu essen geben?

Fortsetzung folgt: zum dritten Teil bitte hier klicken.
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